Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage


Staatlich Berufsschule III Straubing mit Außenstelle Mitterfels ist

„Schule ohne Rassismus- Schule mit Courage“

Lehrkräfte und Schüler der Marianne-Rosenbaum-Schule Straubing kamen auf die Idee, die vielen großen und kleinen Aktionen sowie das selbstverständliche und durch Werte geprägte Miteinander der Schüler und Schülerinnen auch nach außen deutlich machen zu wollen. Seit über 27 Jahren gibt es das Projekt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Seither nahmen in Bayern bereits an die 380 Schulen teil. Schulen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, gegen Diskriminierung und für Integration couragiert einzutreten.

Organisiert und ideell gefördert wird dieses Projekt von AKTIONCOURAGE e.V. mit Sitz in Berlin. Das Projekt hat vielfältigste Ehrungen erfahren, z.B. den Aachener Friedenspreis. Der Weg bis zur Anerkennung ist lange und hört mit der Zuerkennung der Auszeichnung noch lange nicht auf.

Hiermit wurde folgende Selbstverpflichtung eingegangen:
 Ich werde mich dafür einsetzen, dass es zu einer zentralen Aufgabe meiner Schule wird, nachhaltige und langfristige Projekte, Aktivitäten und Initiativen zu entwickeln, um Diskriminierungen, insbesondere Rassismus, zu überwinden.

 Wenn an meiner Schule Gewalt, diskriminierende Äußerungen oder Handlungen ausgeübt werden, wende ich mich dagegen und setze mich dafür ein, dass wir in einer offenen Auseinandersetzung mit diesem Problem gemeinsam Wege finden, uns zukünftig zu achten.

 Ich setze mich dafür ein, dass an meiner Schule einmal pro Jahr ein Projekt zum Thema Diskriminierungen durchgeführt wird, um langfristig gegen jegliche Form von Diskriminierung, insbesondere Rassismus, vorzugehen.

Voraussetzung für die Anerkennung war die Zustimmung zu dieser Selbstverpflichtung von mindestens 70 % aller Schüler und Lehrkräfte durch deren Unterschrift. Diese Marke wurde weit übertroffen. Somit stand einer Bewerbung nichts mehr im Wege. Im Dezember 2015 teilte der Trägerverein der Marianne-Rosenbaum-Schule mit, dass die Bewerbung Erfolg hatte.

Nun ging es an die Suche nach einem Projektpaten. Der Box Club Straubing 1931 e. V. schien dafür prädestiniert. Denn dieser Verein betreibt schon seit vielen Jahren hervorragende Integrationsarbeit. Herr Hans Buchmeier, Präsident des Boxclubs, erklärte sich sofort und gerne dazu bereit, die Patenschaft zu übernehmen. Er bewies von Anfang an großes Engagement in der Sache und besitzt darüber hinaus die für eine Schule immer notwendigen Kontakte. In seiner Rede wies Herr Buchmeier darauf hin, dass der Boxclub schon seit geraumer Zeit den Schülerinnen und Schülern der Marianne-Rosenbaum-Schule ein integratives Boxtraining ermöglicht. Berufs- und Berufsfachschüler treiben gemeinsam mit Schülern der Flüchtlingsklassen Sport und werden dabei von einem professionellen Trainer angeleitet. Das Angebot wird von den Schülerinnen und Schülern überraschend gut angenommen. So kann Integration gelingen.

Bei der Verleihungsveranstaltung am 14.4.2016, zu der sich u.a. auch Herr Landrat Josef Laumer, Herr Oberbürgermeister Markus Pannermayr sowie Leitender Regierungsschuldirektor Franz Thurner von der Regierung von Niederbayern Zeit genommen hatten, stellten die Schülerinnen und Schüler vor, wie es gelingen kann, verschiedene Gruppen zusammen zu bringen und somit Vorurteile abzubauen. Das selbstverständliche Miteinander wurde an zwei Aktionstagen umgesetzt. Unter dem Motto „Wir sind bunt“ mischten sich in die Berufs- bzw. Berufsfachschulklassen Schüler aus den Flüchtlingsklassen und arbeiteten gemeinsam ein Projekt aus. Die Bandbreite reichte von der Erarbeitung der musikalischen Umrahmung der Feier, der Herstellung von Buttons, gemeinsamen gärtnerischen Arbeiten und Fahrradreparatur bis hin zu Kreativprojekten und zur Zubereitung des Caterings. Die Schüler waren mit viel Freude und Kreativität dabei und stellten Ihre Arbeiten und gemeinsamen Erfahrungen mit Stolz vor. Es gab sogar ein Fußballturnier und die Siegermannschaft konnte neben kleinen Gewinnen auch einen Schulpokal entgegennehmen.

Höhepunkt der Feier war die offizielle Übergabe der Auszeichnungsurkunde und des Logo-Schildes durch den Bezirkskoordinator für Niederbayern, Herrn Andreas Bernauer. In seiner Rede sprach er der Schule und der Schülerschaft Anerkennung für das bisher im Hinblick auf die Integration junger Asylbewerber und Flüchtlinge Geleistete aus.  Darüber hinaus motivierte er die Schülerinnen und Schüler weiterhin achtsam miteinander umzugehen und wachsam zu bleiben.

Nun darf sich die Staatliche Berufsschule III Straubing-Bogen, die Marianne-Rosenbaum-Schule, ganz offiziell „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ nennen. Die tägliche Arbeit für die Werteentwicklung und ein gutes Miteinander aller Schülerinnen und Schüler innerhalb und außerhalb der Schule wird weitergehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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