"Glaube-Hoffnung-Liebe"

Hoffnung ist nicht sichtbar, ein Anker sehr wohl. Wozu dient ein Anker, wo fühlen wir uns „verankert“? Die Verbindung zwischen einem abstrakten Begriff und einem erfahrbaren Gegenstand – das sichtbare Symbol für etwas „Unsichtbares“.

An einem Vormittag erfahren und selber nachspüren, wie wesentliche Inhalte des Christentums Kindergartenkindern vermittelt werden können. Das sollten auch in diesem Schuljahr wieder die angehenden Kinderpflegerinnen und Kinderpfleger der 11. Jahrgangsstufe von einem anerkannten Fachmann lernen. Herr Thomas Brunnhuber, Diplom-Religionspädagoge und Fachberater für Kindertagesstätten beim Caritasverband für die Diözese Regensburg, verstand es in bewährter Weise, die Schülerinnen und Schüler mit auf diesen  Weg zu nehmen.

„Glaube – Hoffnung – Liebe“ – Drei Wörter, die für das alltägliche Leben und für den christlichen Glauben von zentraler Bedeutung sind. Der Glaube, die Hoffnung und die Liebe ergeben sich aus der Begegnung mit der Welt. Der Mensch begegnet von Anfang an der Welt als Du-Welt (Bezugspersonen), als Es-Welt (Gegenstände) und als Ich-Welt (eigene leiblich-seelische Verfasstheit). Durch diese Begegnung und durch die Bildung des eigenen Bewusstseins erschließt sich der Mensch das Leben und den Glauben.Herrn Brunnhuber erfüllte die drei Begriffe unseres Glaubens für die angehenden Kinderpflegerinnen und Kinderpfleger mit Leben. Diese Entdeckungsreise war ein interessantes Unternehmen. Die Arbeitsweise der „Religionspädagogischen Praxis“ (in Bild-, Körper-, Klang- und Sprachausdruck) wurde von ihm eindrucksvoll und sehr abwechslungsreich eingesetzt.

Mit einfachen Bildern und Symbolen, Klängen und Körperübungen, Tüchern, Märchen und Geschichten zeigte der Fachmann unmittelbar erfahrbar auf, wie auch kleine Kinder neugierig auf schwierige theologische Begriffe gemacht werden können. So soll Religionspädagogik mit allen Sinnen arbeiten und die Kinder bei ihren Alltagserfahrungen und – eindrücken abholen und besonders auch die Ganzheitlichkeit des Menschen in den Vordergrund rücken.

Hermine Eckl

 

 

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